Denk- und Akti­ons­la­bor Stadt|Land

Lehre + Forschung

Som­mer 2019

Bestands­auf­nahme in Lucken­walde zu den The­men „Leer­stand“, „Öffent­li­cher Raum“ und „Jugend­kul­tur“

Die Pro­jekt­werk­statt beginnt seine Arbeit zu aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen von Klein- und Mit­tel­städ­ten in Deutsch­land mit einer Bestands­auf­nahme. Dafür wid­men wir uns im ers­ten Semes­ter exem­pla­risch der Kreis­stadt Lucken­walde und grün­den dort das Denk- und Akti­ons­la­bor in den Räu­men des Ate­lier­hau­ses P2.

Gemein­sam mit 13 Stu­die­ren­den ver­las­sen wir im 14-Tage-Rhyth­mus Ber­lin, um vor Ort arbei­ten. Die Stu­die­ren­den sol­len den Ort Lucken­walde als einen exem­pla­ri­schen Raum in der Peri­phe­rie einer Groß­stadt mit sei­ner Wirtschafts‑, Sozial- und Kul­tur­ge­schichte ken­nen­ler­nen, aktu­elle Her­aus­for­de­run­gen der Stadt erar­bei­ten und eigene Pro­jekt­ideen ent­wi­ckeln. Kern­fra­gen der Arbeit sind: Was sind die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen von Lucken­walde? Tref­fen diese auch auf andere Räume zu? Was kann eine stu­den­ti­sche Per­spek­tive auf die Pro­ble­ma­ti­ken vor Ort leis­ten? Dazu bil­den sich im Semes­ter­ver­lauf nach ver­schie­de­nen Input-Vor­trä­gen mit Stadtvertreter*innen und ande­ren Akteu­ren sowie einem Stadt­spa­zier­gang drei Schwer­punkt­grup­pen, die sich den The­men „Leer­stand“, „Öffent­li­cher Raum“ und „Jugend­kul­tur“ wid­men. Die Grup­pen ent­wi­ckeln in inter­dis­zi­pli­nä­rer eigene Fra­ge­stel­lun­gen und metho­di­sche Ansätze für ihre For­schung. Dafür wer­den Beob­ach­tun­gen des Öffent­li­chen Raums, Expert*innen-Interviews sowie inter­ak­tive Aktio­nen im öffent­li­chen Raum durch­ge­führt.
Bei­spiels­weise rollte die Gruppe „Leer­stand“ an einem Tag wör­tich den „roten Tep­pich“ für leer­ste­hende Gebäude im Stadt­bild aus und ermun­terte Passant*innen dazu, Nach­nut­zungs­ideen und eigene Gedan­ken zu formulieren.

Öffent­lich­keits­ver­an­stal­tung auf dem Lucken­wal­der Boulevard


Bei der 1. Öffent­lich­keits­ver­an­stal­tung des DAL in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt­ver­wal­tung Lucken­walde am 20.07.2019 auf dem Lucken­wal­der Bou­le­vard (s. Abbil­dung) prä­sen­tie­ren die Stu­die­ren­den ihre Arbeits­er­geb­nisse der Lucken­wal­der Stad­t­öf­fent­lich­keit. Außer­dem haben die Bürger*innen die Mög­lich­keit, anhand von anschau­lich auf­be­rei­te­tem Info­ma­te­rial, inter­ak­ti­ven Kar­ten und Fra­ge­bö­gen über die Arbeits­er­geb­nisse mit dem Team ins Gespräch zu kom­men und diese zu dis­ku­tie­ren. Die Impulse aus den Gesprä­chen wer­den anschlie­ßend in die inhalt­li­che Auf­be­rei­tung des Semes­ters mit ein­ge­bun­den und geben Anstöße für die Gestal­tung der kom­men­den Semester.

Win­ter 2019/20

Alte und neue For­men des Arbei­tens in Klein- und Mit­tel­städ­ten am Bei­spiel von Lucken­walde und Jüterbog

Neue For­men des Arbei­tens wer­den in Groß­städ­ten breit dis­ku­tiert – Cowor­king-Spaces, FabLabs, Maker­spaces sind nur einige der Wort­hül­sen, hin­ter denen sich ver­meint­lich inno­va­tive Arbeits­phi­lo­so­phien ver­ste­cken – doch wie wer­den diese und andere For­men des zeit­ge­nös­si­schen Arbei­tens in Klein- und Mit­tel­städ­ten gelebt? Was sind heute Anfor­de­run­gen an den Arbeits­ort in der Klein- und Mit­tel­stadt? Und wie müs­sen sich Wirt­schafts­struk­tu­ren vor Ort ver­än­dern, um zukunfts­fä­hig zu sein? Die­sen Fra­gen nähern sich die Teil­neh­men­den des 2. Semesters.

Im Semes­ter­ver­lauf kris­tal­li­sie­ren sich dabei zwei Arbeits­grup­pen her­aus, die die bei­den The­men „Bis­he­rige und zukünf­tige Ent­wick­lun­gen des Unter­neh­mens­stand­or­tes Lucken­walde für ansäs­sige Tra­di­ti­ons­be­triebe“ und „Her­aus­for­de­run­gen der digi­ta­len Krea­tiv­wirt­schaft in Klein- und Mit­tel­städ­ten“ bear­bei­ten und qua­li­ta­tive Inter­views mit Akteur*innen, Stadt­ver­wal­tung, Betrie­ben und Selb­stän­di­gen füh­ren. Der Arbeits­pro­zess wird durch einen Stadt­spa­zier­gang zu ver­schie­de­nen Orten der Arbeit in Lucken­walde sowie eine Exkur­sion nach Jüter­bog unterstützt.

Außer­dem gibt es zwei Input-Vor­träge mit Arbeits­ses­sion mit den Gast-Referent*innen Dr. Janet Mer­kel und Dr. Hans Albers vom Fach­ge­biet Stadt- und Regio­nal­öko­no­mie am ISR. Die Ergeb­nisse sol­len zum Abschluss des Semes­ters im Rah­men der Eröff­nung der Prä­senz­stelle der TH Wildau und FH Pots­dam in Lucken­walde der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wer­den. Die Ver­an­stal­tung muss jedoch auf­grund der Covid-19-Pan­de­mie bis auf Wei­te­res ver­scho­ben werden.

Som­mer 2020

Online-Mobi­li­täts­stu­die in Jüter­bog und Lucken­walde in Koope­ra­tion mit der Wirt­schafts­för­de­rung Jüter­bog, Wirt­schafts­för­de­rung Lucken­walde und dem Stadt­pla­nungs­amt Luckenwalde

Das dritte Semes­ter des DAL ist ganz dem Thema Mobi­li­tät gewid­met – in Koope­ra­tion mit der Wirt­schafts­för­de­rung Jüter­bog und der Wirt­schafts­för­de­rung Lucken­walde sowie dem Stadt­pla­nungs­amt Lucken­walde füh­ren wir eine eigene Mobi­li­täts­stu­die durch. Wie funk­tio­niert Mobi­li­tät im klein- und mit­tel­städ­ti­schen Raum? Wel­che Kon­se­quen­zen und Bedarfe erge­ben sich aus dem Pen­deln nach Ber­lin, aber auch aus den Bin­nen­be­we­gun­gen zwi­schen Bran­den­bur­ger Gemein­den? Vor wel­chen Mobi­li­täts­her­aus­for­de­run­gen ste­hen ste­hen diese Gemein­den der ‚zwei­ten Reihe‘? Auf­grund der Covid-19-Pan­de­mie wird das For­mat des DAL auf eine Online-Lehr­ver­an­stal­tung umge­stellt. Gemein­sam erar­bei­ten die Stu­die­ren­den einen Online-Fra­ge­bo­gen sowie ein dazu­ge­hö­ri­ges Bewer­bungs- und Prä­sen­ta­ti­ons­kon­zept. Im Anschluss an den Befra­gungs­zeit­raum wer­den die Ergeb­nisse aus­ge­wer­tet, auf­be­rei­tet, in einem Bericht ver­öf­fent­licht und an die Stadt­ver­wal­tun­gen weitergegeben.


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Win­ter 2020/21

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