Denk- und Akti­ons­la­bor Stadt|Land

Die Idee

Denk-

Die Pro­jekt­werk­statt Denk- und Akti­ons­la­bor Stadt|Land (DAL) an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin beschäf­tigt sich am Bei­spiel von Lucken­walde und Jüter­bog mit den Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen von Klein- und Mit­tel­städ­ten, die in einem urba­nen Kon­text ste­hen. Das Herz des DAL ist die vier­se­mest­rige Lehr­ver­an­stal­tung, die stu­den­tisch kon­zi­piert, orga­ni­siert und umge­setzt wird. Die teil­neh­men­den Stu­die­ren­den ver­schie­de­ner Ber­li­ner und bran­den­bur­gi­scher Hoch­schu­len sol­len Sen­si­bi­li­tät für sub­ur­bane und rurale Pro­blem­stel­lun­gen gewin­nen und inter­dis­zi­pli­näre Per­spek­ti­ven für diese Räume ent­wi­ckeln. Diese Per­spek­ti­ven gewin­nen vor allem vor dem Hin­ter­grund von demo­gra­fi­schem Wan­del, „Dorfsterben“und der Post-Wende-Ent­wick­lung in ehe­ma­li­gen DDR-Län­dern an Bedeu­tung. Das Denk- und Akti­ons­la­bor ist in der Kreis­stadt Lucken­walde (Bran­den­burg) ange­sie­delt und schließt durch seine inter­dis­zi­pli­näre und an die Öffent­lich­keit gerich­tete Arbeits­weise eine Lücke im Hochschul-Lehrplan.

Akti­ons-

Das Denk- und Akti­ons­la­bor möchte nicht nur über Lucken­walde reden; es möchte vor Ort aktiv sein und Spu­ren hin­ter­las­sen. Gerade vor dem Hin­ter­grund an ihre Gren­zen sto­ßen­der Groß­städte und wach­sen­der Bevöl­ke­rungs­zah­len rücken Städte im sub­ur­ba­nen Raum immer mehr in den Fokus. Die Raum­ka­te­go­rien des »Städ­ti­schen« und des »Länd­li­chen« wer­den dabei neu gefasst; wir leis­ten dazu einen Bei­trag aus stu­den­ti­scher Posi­tion. Wir wol­len nicht nur zei­gen, wie Lehre abseits des uni­ver­si­tä­ren Rau­mes im Aus­tausch mit der Lokal­be­völ­ke­rung selbst­or­ga­ni­siert gestal­tet wer­den kann, son­dern auch, dass so der wich­tige Per­spek­tiv­wech­sel in der Erfor­schung von länd­li­chen sowie klein- bis mit­tel­städ­ti­schen Räu­men erst mög­lich wird.

Labor

Wir nut­zen den wis­sen­schaft­li­chen Kon­text, aber schau­feln uns Frei­raum frei, um in Labor­form mit Lehr­for­ma­ten zu expe­ri­men­tie­ren. Die starke Ver­net­zung vor Ort trägt dazu bei, Bar­rie­ren zwi­schen wis­sen­schaft­li­chem und erforsch­tem Raum abzu­bauen und redu­ziert im sel­ben Zug die gefühlte Stadt-Land-Distanz. Sowohl die räum­li­che Posi­tio­nie­rung als auch das unge­wöhn­li­che Lehr­for­mat ermög­li­chen ein Aus­bre­chen aus der Sta­tik und For­ma­li­tät der stu­den­ti­schen Arbeit an Hoch­schu­len. Die Soft Skills, die die Teilnehmer*innen dabei erler­nen – ins­be­son­dere das Ein­füh­len in einen unbe­kann­ten Raum – sind im pla­ne­ri­schen Kon­text über die Pro­jekt­lauf­zeit hin­aus bedeut­sam. Das Denk- und Akti­ons­la­bor arbei­tet mit Netzwerkpartner*innen vor Ort und auf aka­de­mi­scher Basis zusam­men. Wir tre­ten nicht nur in den Raum hin­aus, son­dern laden auch Referent*innen und Gäste ein, um Aus­tausch auf Augen­höhe zu schaffen 

Die Initia­to­rin­nen

Lara Danyel (25), Stu­den­tin der Stadt- und Regio­nal­pla­nung (Bache­lor) an der TU Ber­lin. Vor­her: Sozi­al­wis­sen­schaf­ten (HU Berlin)

Mona Beyer (25), Stu­den­tin der Stadt- und Regio­nal­pla­nung (Bache­lor) an der TU Ber­lin. Vor­her: Journalismus

Lara Danyel und Mona Beyer